Konjunkturdaten – auch Wirtschaftsindikatoren genannt – sind Kennzahlen und Berichte, die in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden und zeigen, wie sich eine Volkswirtschaft entwickelt: von Wachstum und Beschäftigung bis zu Preisen und Geschäftsklima. Sie werden von Statistikbehörden, Forschungsinstituten, Branchenverbänden und Zentralbanken nach einem veröffentlichten Kalender herausgegeben und bilden das Rückgrat der Fundamentalanalyse.
Konjunkturdaten bewegen Devisen- und CFD-Märkte vor allem deshalb, weil sie die Zinserwartungen prägen. Starkes Wachstum oder steigende Inflation machen höhere Zinsen wahrscheinlicher, was eine Währung tendenziell stützt, während schwache Zahlen in die andere Richtung weisen. Auch Aktienindizes, Anleihen und Rohstoffe reagieren. Entscheidend ist vor allem die Überraschung: Die Kurse reagieren auf die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert und der Konsensprognose – oft innerhalb von Sekunden nach der Veröffentlichung.
Dieser Bereich erklärt eine Auswahl wichtiger Indikatoren und Begriffe, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: das Bruttoinlandsprodukt, Inflation und Deflation, die Unternehmensumfragen von ifo und ISM, das FOMC und das Beige Book der US-Notenbank Federal Reserve sowie die Hoch- und Niedrigzinspolitik der Zentralbanken.