Cashback-Vergleich für Forex- und CFD-Trader
Trading Deals$4.40RoboForex: $4.40/Lot ↗
MarkttechnikCa. 5 Min. Lesezeit

Trading-Setups in der Markttechnik

Trading-Setups in der Markttechnik sind regelbasierte Einstiegsszenarien in Trendrichtung: der Punkt-2-Trade, der Einstieg in der Korrektur und der unscharfe Einstieg.

Ca. 5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 9. Oktober 2026

Die hier beschriebenen Setups konzentrieren sich auf den Trendhandel: Aus Sicht der Markttechnik erzielt der Handel mit dem Trend bessere Trefferquoten als andere Einstiegssignale. Zudem steigt jedes Setup aus einer Korrektur heraus in den Markt ein, die sich in der Großwetterlage gebildet hat. Die Grundlagen – die Punkte 1-2-3 und die Kombination von Großwetterlage und Signallage – werden im Artikel über Markttechnik erklärt.

Es werden drei Einstiegsszenarien unterschieden. In allen geht es darum, möglichst tief aus der Korrektur heraus in Richtung des Trends der Großwetterlage einzusteigen. In jedem Fall muss die Korrektur mindestens 50 % der vorangegangenen Bewegung zurückgelaufen sein; kleinere Korrekturen werden nicht gehandelt.

1. Punkt-2-Trade

Beim P2-Trade handelt man den Bruch von Punkt 2 in der untergeordneten Signallage in Trendrichtung. P2 ist besonders bedeutsam, weil an dieser Stelle im Chart die Orders vieler Marktteilnehmer zusammenkommen. Hier sammeln sich Orders von Tradern, die…

  • …dort ihre Stop-Orders liegen haben,
  • …eine Position eröffnen wollen,
  • …ihre Position drehen wollen.

Deshalb bewegt sich der Kurs an P2 oft sehr schnell und kräftig. Mitunter kommt es sogar zu Kettenreaktionen, da nicht alle Marktteilnehmer ihre Stop-Orders gleich nah an den wichtigen Chartmarken platzieren: Wird ein Stop nach dem anderen ausgelöst, beschleunigt sich die Bewegung deutlich.

Klassischer P2-Trade mit der Großwetterlage links und der Signallage rechts
Klassischer P2-Trade mit der Großwetterlage links und der Signallage rechts

Der Chart zeigt einen klassischen P2-Trade. Links ist die Großwetterlage mit der markttechnischen Punktezählung zu sehen, rechts die Signaltrendgröße, die ebenfalls mit einer Punktezählung versehen wurde. Die Position wurde an P2 der Signallage eröffnet, da von dort aus eine Fortsetzung des Trends der Großwetterlage zu erwarten war.

2. Einstieg in der Korrektur

Beim Einstieg in der Korrektur ist zu beachten, dass damit die Korrektur des Signaltrends gemeint ist. Sowohl Großwetterlage als auch Signallage befinden sich also in einer Korrektur. Mit anderen Worten: Auch in der Signallage hat sich bereits ein Trend in Richtung des Haupttrends gebildet, da ihr P2 bereits gebrochen wurde – und dieser Signaltrend befindet sich nun seinerseits in einer Korrekturphase.

Es gibt drei Varianten des Einstiegs in der Korrektur:

Direkter Einstieg

Beim direkten Einstieg während der Korrekturphase warten Trader in der Regel, bis sich erste Schwächezeichen zeigen. Laufen die Kurse nur zögerlich zurück, kann der Einstieg jederzeit erfolgen, bis der letzte P3 des untergeordneten Trends gebrochen ist. Bei dieser Variante steigt man sofort mit der vollen geplanten Positionsgröße in den Markt ein.

Der folgende Chart zeigt einen solchen Einstieg in Short-Richtung. Die Großwetterlage ist blau dargestellt, die Signallage orange. Zudem ist die markttechnische Punktezählung sowohl für die Großwetterlage (große Ziffern) als auch für die Signallage (kleine Ziffern) eingezeichnet. Der Stop-Loss liegt am letzten Punkt 3 der Signallage.

Direkter Short-Einstieg mit der Großwetterlage in Blau und der Signallage in Orange
Direkter Short-Einstieg mit der Großwetterlage in Blau und der Signallage in Orange

Gestaffelter Einstieg

Meist ist es schwierig, so präzise in den Markt zu kommen, dass man das Extrem der Korrekturphase erwischt – bei einem Short-Trade deren Hoch. Da man nicht genau weiß, wann der Markt wieder in Trendrichtung dreht, platziert man bei dieser Variante mehrere Limit-Orders im Markt und wird Schritt für Schritt in die Position ausgeführt. Im Sinne eines soliden Money-Managements darf das Gesamtrisiko nicht aus dem Blick geraten: Das kombinierte Risiko der einzelnen Limit-Orders darf das für den Trade geplante Gesamtrisiko nicht überschreiten. Bei diesem Einstieg erhält man häufig weniger als die geplante Positionsgröße, da nur ein Teil der Limit-Orders ausgeführt wird.

Auch diese Variante lässt sich am vorherigen Chart veranschaulichen: Statt mit einer einzelnen Order hätte die Position mit mehreren Limit-Orders aufgebaut werden können.

Einstieg per Umkehrstab

Besteht in der Signallage bereits ein Trend, kann man auch versuchen, mit einem Umkehrstab in den Markt einzusteigen – einem Kursstab, der die Korrektur zunächst verlängert, dann aber dreht und deutlich in Trendrichtung schließt. Er ist ein klares Zeichen dafür, dass sich der Signaltrend wieder in seine ursprüngliche Richtung bewegt.

Der folgende Chart veranschaulicht diese Einstiegsvariante. Sowohl Großwetterlage als auch Signallage haben bereits einen Trend ausgebildet. Der Umkehrstab liefert eine zusätzliche Bestätigung für das Setup, da er die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Trades erhöht. Alternativ hätte man bereits früher, an P2 des Signaltrends, einsteigen und den Umkehrstab zum Aufstocken der Position nutzen können.

Bei Umkehrstäben ist darauf zu achten, dass die betrachtete Zeitebene nicht zu klein ist: Je kleiner die Zeitebene, desto weniger aussagekräftig der Umkehrstab. Umkehrstäbe im Tageschart haben besonderes Gewicht.

Einstieg mit einem Umkehrstab in der Markttechnik
Einstieg mit einem Umkehrstab in der Markttechnik

3. Unscharfer Einstieg

Der unscharfe Einstieg verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man nicht auf ein Signal in der Signallage wartet. Stattdessen steigt man direkt in der Großwetterlage ein, sobald die Korrektur nahezu 100 % der vorherigen Bewegung zurückgelaufen ist. Anders als bei den beiden anderen Setups werden hier keine zwei Trendgrößen kombiniert.

Der unscharfe Einstieg ist ein sehr riskantes Setup, da die Position genau dort eröffnet wird, wo andere Marktteilnehmer zum Handeln gezwungen sein könnten. Im realen Handel kommt es häufig vor, dass der letzte P3 des Trends der Großwetterlage kurz angetestet wird, bevor die Kurse wieder in Trendrichtung laufen. Da Stop-Orders oft genau an dieser Stelle liegen, können sie durch eine solche kurze Bewegung ausgelöst werden (Stop-Fishing). Deshalb sollte dieses Setup nur gewählt werden, wenn die vorangegangene Korrektur sehr träge verlief oder sich idealerweise ein Umkehrstab gebildet hat.

Der folgende Chart veranschaulicht den unscharfen Einstieg. Der Trend der Großwetterlage (blau) hat um 100 % korrigiert. Ein direkter Einstieg wäre auch auf einem noch höheren Niveau möglich gewesen. In diesem Fall erfolgte der Einstieg jedoch nach Ausbildung eines Umkehrstabs, wobei die Order knapp unterhalb des Umkehrstabs ausgelöst wurde. Beim unscharfen Einstieg liegt der Stop-Loss am letzten Punkt 3 der Großwetterlage, da man direkt die Großwetterlage handelt.

Unscharfer Einstieg nach einer 100-%-Korrektur des Trends der Großwetterlage
Unscharfer Einstieg nach einer 100-%-Korrektur des Trends der Großwetterlage

Cashback-Bezug

Cashback wird auf jedes gehandelte Lot gezahlt – bis zu $4.40 pro Lot bei RoboForex.

Zum Deal*

* Affiliate-Link (Werbung)

Alle 14 Themen

Weitere Begriffe.

Kurz und verständlich erklärt – direkt aus dem Trading-Glossar.

Alle 14 Themen