Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)
Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) setzt den möglichen Gewinn eines Trades ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko: Abstand vom Einstieg zum Kursziel gegenüber dem Abstand vom Einstieg zum Stop-Loss.
Ca. 1 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Beispieltrade: Der Kauf einer Aktie zu $50 mit einem Kursziel von $70 und einem Stop-Loss bei $45 bietet einen möglichen Gewinn von $20 bei einem Risiko von $5 – ein CRV von 4:1.
Das Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, beschreibt das Verhältnis zwischen dem erwarteten Gewinn eines Trades und dem Risiko, das dafür eingegangen wird. Es wird vor dem Einstieg anhand von drei Kursen bestimmt: Einstiegskurs, Kursziel und Stop-Loss.
Beispiel
Ein Trader kauft eine Aktie zu $50. Das Kursziel liegt bei $70, der Stop-Loss bei $45. Daraus ergeben sich je Aktie ein möglicher Gewinn von $20 und ein Risiko von $5. Das CRV beträgt also 4:1: Der mögliche Gewinn ist viermal so groß wie der riskierte Betrag, wobei die 1 stets für das Risiko steht.
Die Konventionen unterscheiden sich allerdings: Im englischen Sprachraum wird derselbe Trade häufig als 1:4 geschrieben, wobei das Risiko zuerst genannt wird – passend zur Bezeichnung „Risk-Reward Ratio“. Entscheidend ist, eindeutig festzuhalten, welche Zahl für das Risiko steht.
Warum das für Trader wichtig ist
Je größer der mögliche Gewinn im Vergleich zum Risiko, desto attraktiver erscheint ein Trade. Ein hohes CRV sagt allerdings nichts darüber aus, wie wahrscheinlich das Erreichen des Kursziels ist – ein unrealistisches Ziel lässt das Verhältnis nur auf dem Papier besser aussehen. Am aussagekräftigsten ist das CRV daher in Verbindung mit der Trefferquote einer Strategie. Endet jeder Trade entweder am Ziel oder am Stop, benötigt ein CRV von 4:1 vor Kosten eine Trefferquote von 20 %, um die Gewinnschwelle zu erreichen (1 ÷ (1 + 4) = 20 %), ein CRV von 1:1 dagegen 50 %.
Viele Trader legen deshalb im Rahmen ihres Money-Managements ein Mindest-CRV für neue Trades fest. Der Abstand zum Stop-Loss bestimmt zudem die Positionsgröße: Je enger der Stop, desto größer die Position, die bei gleichem Risikobetrag gehandelt werden kann – vorausgesetzt, der Stop liegt auf einem charttechnisch sinnvollen Niveau (siehe Stopp-Regeln und Risikomanagement).
Cashback-Bezug
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Weitere Begriffe.
- Money-ManagementMoney-Management ist das Regelwerk, das festlegt, wie viel Kapital ein Trader je Trade und insgesamt einsetzt und riskiert – mit dem Ziel, das Konto vor großen Verlusten zu schützen.
- RisikomanagementRisikomanagement im Trading bedeutet festzulegen, wie viel des Gesamtkapitals je Trade und über alle offenen Positionen hinweg riskiert wird, und dieses Risiko an die Marktbedingungen anzupassen.
- Stopregeln in der MarkttechnikRegeln zum Setzen und Nachziehen von Stops allein anhand der Chartstruktur – jenseits des letzten Punkt 3 beim Traden des Trends oder am Hoch bzw. Tief der letzten Kerze beim Traden der Bewegung.
- Break-EvenDer Break-Even ist der Punkt, an dem die Erträge aus dem Trading alle Kosten genau decken, sodass weder ein Gewinn noch ein Verlust entsteht.