Position absichern
Eine Position abzusichern bedeutet, einen offenen Trade so zu schützen, dass er nicht mehr mit Verlust enden kann – etwa durch einen Teilverkauf oder einen Stop-Loss auf Höhe des Einstiegskurses.
Ca. 2 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Eine Position gilt als abgesichert, sobald der Trader sie halten kann, ohne einen Verlust zu riskieren. Der Begriff umfasst ganz unterschiedliche Techniken, das Ziel ist jedoch in der Regel dasselbe: mit einer Position im Markt zu bleiben, bei der kein Kapital mehr auf dem Spiel steht.
Wie eine Position abgesichert wird
- Teilverkauf: Der Trader schließt einen Teil der Position mit Gewinn. Der bei diesem Teilverkauf realisierte Gewinn deckt das verbleibende Risiko der restlichen Position bis zum Stop-Loss ab.
- Stop-Loss auf Einstiegskurs: Als abgesichert gilt eine Position auch, sobald der Stop-Loss auf den Einstiegskurs nachgezogen wurde – häufig als Break-Even-Stop bezeichnet.
- Gegenposition: Eine weitere Technik ist der Aufbau einer entgegengesetzten Position in einem anderen Markt oder Produkt, zum Beispiel der Kauf einer Put-Option auf bereits gehaltene Aktien.
Beispiel: Ein Trader kauft 200 Aktien zu $50 mit einem Stop-Loss bei $45; das anfängliche Risiko beträgt also $1,000 (200 × $5). Der Kurs steigt auf $55, und der Trader verkauft 100 Aktien, wodurch er einen Gewinn von $500 realisiert. Die verbleibenden 100 Aktien tragen bis zum Stop-Loss weiterhin ein Risiko von $500 – genau den bereits verbuchten Betrag. Wird der Stop ausgelöst, endet der Trade etwa bei null; steigt der Kurs weiter, legen die restlichen Aktien weiter zu.
Warum das für Trader wichtig ist
Die Absicherung einer Position ermöglicht es, in einem aussichtsreichen Trade zu bleiben, ohne sich um einen möglichen Verlust sorgen zu müssen. In der Praxis hat „risikolos“ allerdings Grenzen: Kurslücken und Slippage können dazu führen, dass ein Stop-Loss zu einem schlechteren Kurs als geplant ausgeführt wird, und Handelskosten schmälern das Ergebnis. Ein zu früh auf den Einstiegskurs nachgezogener Stop-Loss kann zudem durch normale Kursschwankungen ausgelöst werden – siehe Stopp-Regeln.
Die Absicherung eines einzelnen offenen Trades sollte nicht mit dem Hedging im weiteren Sinne verwechselt werden, bei dem Fonds, Unternehmen und Trader ganze Portfolios oder Geschäftsrisiken gegen ungünstige Kursbewegungen absichern, meist mit Derivaten.
Cashback-Bezug
Cashback wird auf jedes gehandelte Lot gezahlt – bis zu $4.40 pro Lot bei RoboForex.
Zum Deal** Affiliate-Link (Werbung)
Weitere Begriffe.
- HedgingHedging ist eine Strategie, um Portfolios, Positionen oder Geschäftstätigkeiten mit einer Gegenposition gegen ungünstige Kursbewegungen abzusichern, meist mit Derivaten wie Futures.
- Break-EvenDer Break-Even ist der Punkt, an dem die Erträge aus dem Trading alle Kosten genau decken, sodass weder ein Gewinn noch ein Verlust entsteht.
- GewinnmitnahmeGewinnmitnahme bedeutet, profitable Positionen zu schließen, um Gewinne zu realisieren. Nach starken Kursbewegungen können breite Gewinnmitnahmen eine Korrektur auslösen.
- Stopregeln in der MarkttechnikRegeln zum Setzen und Nachziehen von Stops allein anhand der Chartstruktur – jenseits des letzten Punkt 3 beim Traden des Trends oder am Hoch bzw. Tief der letzten Kerze beim Traden der Bewegung.