Margin
Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die ein Trader beim Broker hinterlegen muss, um gehebelte Positionen zu eröffnen und zu halten. Je niedriger die Margin-Anforderung, desto höher der Hebel.
Ca. 2 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Die Margin ist der Betrag, den ein Trader beim Broker oder Emittenten als Sicherheit hinterlegen muss. Sie ist fester Bestandteil jeder Transaktion mit gehebelten Produkten wie CFDs, Futures oder im gehebelten Devisenhandel: Der Trader stellt nur einen Bruchteil des Positionswerts bereit, handelt aber die volle Position. Zudem muss ein vorgeschriebener Mindestbetrag auf dem Konto verfügbar sein, bevor überhaupt Positionen eröffnet werden können.
Margin und Hebel
Je niedriger die Margin-Anforderung, desto höher der Hebel. Eine Margin-Anforderung von 5 % entspricht beispielsweise einem Hebel von 20:1: Mit $1,000 Margin lässt sich eine Position im Wert von $20,000 eröffnen. Der Teil des Kontokapitals, der nicht als Margin gebunden ist, wird freie Margin genannt; er steht für neue Positionen und zum Auffangen von Buchverlusten zur Verfügung.
Margin Call und Stop-Out
Kann der Trader die für die offenen Positionen erforderliche Margin nicht mehr decken, kommt es zu einem Margin Call: Der Trader wird aufgefordert, zusätzliche Mittel einzuzahlen und gegebenenfalls Positionen zu schließen. Sinkt das Kontokapital weiter und erreicht das vom Broker festgelegte Stop-Out-Niveau, werden offene Positionen automatisch geschlossen, um weitere Verluste zu verhindern.
Beispiel: Ein Trader hat $2,000 auf dem Konto und eröffnet die oben beschriebene Position über $20,000, wofür $1,000 als Margin gebunden werden. Weist die Position einen Verlust von $1,000 auf, sinkt das Kontokapital auf $1,000 – genau die erforderliche Margin. Jeder weitere Verlust kann nun zu einem Margin Call und letztlich zu einem Stop-Out führen.
Das Risiko des Hebels
Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Gewinne und Verluste werden auf die volle Positionsgröße berechnet, nicht auf die hinterlegte Margin. Im Beispiel verursacht eine Kursbewegung von nur 5 % gegen die Position einen Verlust von $1,000 – die gesamte Margin. Je nach Regulierung und Kontotyp können Verluste sogar das Guthaben auf dem Konto übersteigen. Ein umsichtiger Einsatz des Hebels, Stop-Loss-Orders und angemessene Positionsgrößen sind daher zentrale Bestandteile des Risikomanagements.
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Weitere Begriffe.
- CFD (Differenzkontrakt)Ein CFD (Contract for Difference, Differenzkontrakt) ist ein gehebeltes Derivat, mit dem auf steigende oder fallende Kurse spekuliert wird, ohne den Basiswert zu besitzen. Verluste können schnell entstehen.
- RisikomanagementRisikomanagement im Trading bedeutet festzulegen, wie viel des Gesamtkapitals je Trade und über alle offenen Positionen hinweg riskiert wird, und dieses Risiko an die Marktbedingungen anzupassen.
- Buchgewinn und BuchverlustEin Buchgewinn oder Buchverlust ist der nicht realisierte Gewinn oder Verlust einer offenen Position. Erst mit dem Schließen der Position wird daraus ein realisiertes Ergebnis.