Zentralbanken zeigen weiter Hilfsbereitschaft

Published on: 30-Apr-2020
Category: Trading
Last updated: 30-Apr-2020

Zentralbanken zeigen weiter Hilfsbereitschaft

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise diese Woche ein großes Anleihekaufprogramm angekündigt. Nun haben sich auch die amerikanische Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer anstehenden Geldpolitik geäußert.

Die EZB belässt den Leitzins des Euros wie bisher bei dem Rekordtief von null Prozent und beschließt weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft. Um langfristige Finanzierungen zu erleichtern, wird ein neues Programm für die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen eingeführt. Auch für schon laufende Kredite werden die neuen Konditionen gelten.  Wie in der Sitzung am Donnerstag berichtet wurde, treten die neuen Beschlüsse ab Mai in Kraft.

Die Federal Reserve hat der amerikanischen Wirtschaft in den vergangenen Wochen mit Hilfen in Milliardenhöhe und einem ständigen Senken der Leitzinsen geholfen. Auch hier bleiben die Leitzinsen unverändert bei 0 bis 0,25 Prozent. Wie die Fed am Mittwoch nach zweitätiger Beratung verkündet, stehe der USA „ein scharfer Rückgang der Wirtschaftsleistung und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit“ bevor. Doch die Die Notenbank werde alles Mögliche unternehmen, damit die US-Wirtschaft die Krise übersteht. Das Bruttoinlandprodukt ist im ersten Quartal des Jahres um 4,8 Prozent gesunken, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Viele Anleger haben neue Wertpapierkäufe oder Geldspritzen erwartet, doch die Notenbanken beschränken sich auf die Bereitschaft in Zukunft weitere Hilfen anzubieten.

Der Euro reagiert kaum auf die Aussagen der Zentralbanken und bleibt bei 1,0845 Dollar. Damit hat er sich nur leicht nach unten bewegt und auch die schwachen Wirtschaftsdaten aus südeuropäischen Ländern bringen die Währung nicht aus dem Gleichgewicht.


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