Indikatoren entgegen der Börsenstimmung

Published on: 29-Jun-2020
Category: Trading
Last updated: 29-Jun-2020

Indikatoren entgegen der Börsenstimmung

Erst kam die Krise, dann ein kurzer Hoffnungsschimmer der Erholung der Wirtschaft und nun scheint der Ursprung der Krise zurückzukehren. Die Angst vor einer zweiten Infektionswelle des Coronavirus spiegelt sich in den Börsenkursen wider. In den USA werden immer neue Rekordmarken der Fallzahlen gebrochen und die Regierung um Präsident Donald Trump scheint nicht so besorgt, wie die Bürger des Landes. Die letzte Handelswoche wurde an den großen Börsen demnach nicht erfreulich beendet. Die Wall Street dient wieder mal als indirekter Indikator der Stimmung an den Börsen. Der Leitindex Dow Jones hat seit Mitte der letzten Woche stark nachgelassen und ist der Marke von 25000 Punkten wieder sehr nahe gekommen. Der Index hat 2,84 Prozent nachgelassen. Mit einem Verlust von 2,59 Prozent hat der Tech-Index Nasdaq Composite am Freitag deutlich von seinen Gewinnen während der Corona-Krise Abstand genommen. Und auch der breit angelegte S&P 500 hat 2,42 Prozent nachgegeben.

Den negativen Zahlen der Wall Street stehen Echtzeit-Indikatoren aus den USA entgegen. Sie zeigen wie zuvor immer noch eine Erholung der Wirtschaft an. Der Weekly Economic Index von der Federal Reserve Bank of New York stieg zuletzt auf minus 7,7 Prozent. Der Index orientiert sich am BIP des Landes und beinhaltet ebenfalls aktuelle Zahlen des Arbeitsmarktes, der Produktion und des Verbraucherverhaltens. Der Anstieg ist der größte seit April. Auch das Verhältnis zwischen zyklischen Konsumgütern und Basiskonsumgütern stellt einen wichtigen Indikator der US-Wirtschaft dar und ist derzeit auf seinem Jahreshoch.

In Deutschland ist der DAX stark schwankend in die neue Handelswoche gestartet. Momentan verzeichnet er 12145 Punkte mit einem Plus von 0,43 Prozent, jedoch lag er heute auch schon 50 Punkte drüber und über 100 Punkte darunter. An den weiteren internationalen Börsen zeigt sich, wie auch in den USA ein vorsichtigen bis ängstliches Verhalten der Anleger. In Japan hat der Leitindex am ersten Handelstag der Woche 2,3 Prozent verloren und in Südkorea hat der Leitindex 1,93 Prozent nachgelassen. In Hongkong geht der Hang Seng Index mit einem Verlust von einem Prozent aus dem Handel. In China geben die beiden großen Indizes unterschiedliche Signale.


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