Goldrausch scheint vorbei zu sein

Published on: 13-Aug-2020
Category: Trading
Last updated: 13-Aug-2020

Goldrausch scheint vorbei zu sein

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen und Wochen einige Rekorde gebrochen und galt als sicherer Hafen während der Krise. Am Dienstag ist der Wert des Edelmetalls um sechs Prozent eingebrochen und hat damit den größten Verlust eines Tages seit 2013 eingebüßt. Ähnlich ging es dem Silberpreis. Der hat seinen härtesten Tagesverlust seit zwölf Jahren erlebt und ganze 15 Prozent verloren. Am Mittwoch lag das Tagestief des Goldpreises bei 1862 Dollar je Feinunze, womit sich ein Verlust von über zehn Prozent seit dem absoluten Allzeithoch vor einigen Tagen ergibt. Mittlerweile hat sich der Goldpreis wieder erholt und notiert bei 1929 Dollar pro Unze.

Ein Grund dafür findet sich in einem anderen sogenannten sicheren Hafen. Der Wert des Dollar ist angestiegen und somit sinkt die Nachfrage der Rohstoffe, die in Dollar bezahlt werden. Der Gewinn des Dollars ergibt den Verlust der Edelmetalle. Ein weiterer Grund liegt in der US-amerikanischen Geldpolitik. Der steigende Realzins der USA geht mit höheren Renditen bei Anleihen einher, die neben der natürlichen Wertentwicklung auch Zinsen oder Dividenden abwerfen. Gold hingegen lebt nur von der Wertentwicklung und wirft keine weiteren Erträge ab.

Durch den unnatürlichen Anstieg des Goldpreises durch die Corona-Krise ist der Wertverlust nur eine Korrektur bzw. eine Bereinigung des Preises. Der reale Wert hat sich nicht in der Entwicklung des Goldpreises widergespiegelt. Bevor man als Anleger nun seine Chance für den Einstieg in die Goldinvestition nutzt, sollte man jedoch noch eine Stabilisierung des Preises abwarten, so ein Analyst des Brokers IG.


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