FTSE und Co mit neuer Zusammensetzung

Published on: 04-Jun-2020
Category: Trading
Last updated: 04-Jun-2020

FTSE und Co mit neuer Zusammensetzung

Die Corona-Krise hat mittlerweile deutliche Gewinner und Verlierer an den Börsen hervorgebracht. Der Auf- bzw. Abstieg einiger börsennotierter Unternehmen in oder aus den entsprechenden Indizes steht auf dem Spiel. Vor allem Fluggesellschaften, aber auch Kreuzfahrtkonzerne sind von den negativen Auswirkungen der Pandemie betroffen. In Großbritannien haben vier Unternehmen so sehr an Wert verloren, dass sie aus dem Londoner Index FTSE 100 absteigen könnten.

Dazu zählt die Fluggesellschaft Easyjet, aber auch der Kreuzfahrtkonzern Carnival. Die Aktie des Kreufahrtanbieters hat seit Jahresbeginn fast 70 Prozent an Wert einbüßen müssen. Und auch Easyjet musste einen Großteil seiner Flüge durch die Reisebeschränkungen streichen. Indirekt betroffen von den schweren Zeiten der Flugbranche ist auch der britische Luftfahrtkonzern Meggitt. Während der Corona-Krise hat die Aktie mehr als 50 Prozent an Wert verloren. Das vierte kritische Unternehmen, das wahrscheinlich in den Index FTSE 250 absteigt, ist Centrica. Der Mutterkonzern des Energieanbieters British Gas hat in den letzten drei Monaten die Hälfte seines Werts verloren und kann sich so nicht mehr im FTSE 100 halten. Für die ausscheidenden Unternehmen würden dann neue, teilweise unkonventionellere Unternehmen nachfolgen. An die Spitze wird der Pharmakonzern Astra-Zeneca aufsteigen. Auch der Cybersecurity-Anbieter Avast wäre ein Gewinner der Verschiebung innerhalb der Indizes. Der Sportwettenanbieter GVC und das Handelsunternehmen Kingfisher, das im Heimwerkermarkt beheimatet ist, gehören ebenfalls zu den Aufsteigern in den FTSE 100.

Auch in Deutschland kann es zum Austausch von zwei Börsenwerten im Leitindex Dax und dem Index der mittelgroßen Unternehmen (MDax) kommen. Die Airline Lufthansa könnte eine Abstufung in den MDax bevorstehen, wenn die „Fast Exit“-Regel der Deutschen Börse eintritt. Diese besagt, dass ein Unternehmen aus dem Dax absteigt, wenn sein Börsenumsatz oder die Marktkapitalisierung schlechter ist als der Platz 45. Die Lufthansa wurde von der Pandemie hart getroffen. Im ersten Quartal musste der Konzern zwei Milliarden Euro Verluste hinnehmen und im zweiten Quartal könnten die Zahlen noch schlechter aussehen. Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs um 38 Prozent gesunken. Nun soll der Staat die Lufthansa retten, damit diese die Corona-Krise mit ihren Reisebeschränkungen übersteht. Bei einem Abstieg der Fluggesellschaft würde der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen in den Dax aufsteigen.


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