Fed bleibt ruhig und Argentinien vor Bankrott?

Published on: 30-Jul-2020
Category: Trading
Last updated: 30-Jul-2020

Fed bleibt ruhig und Argentinien vor Bankrott?

Die Börsen an der Wall Street haben sich am gestrigen Handelstag überwiegend freundlich verhalten, doch die realwirtschaftliche Entwicklung des Landes sieht anders aus. Die Notenbank der USA hat ihre geldpolitischen Beschlüsse verkündet und warnt vor einem weiteren Negativrekord beim Wachstum der US-Wirtschaft. Der Leitzins der Fed bleibt weiterhin bei null Prozent, bis sich die Wirtschaft von der aktuellen Krise erholt hat. Der Fed-Chef Jerome Powell sieht die Eindämmung der Corona-Pandemie als Indikator für eine mögliche Zinserhöhung, die bisher noch weit entfernt scheint. Heute Nachmittag wird das Ausmaß des Einbruchs der US-Wirtschaft bekannt gegeben. Die Fed warnt vor einem historischen negativen Ergebnis, das das Land im zweiten Quartal erfahren musste.

Auch der Euro- und Dollarkurs wurde von der US-Notenbank beeinflusst. Der Euro hat in den letzten Tagen seinen höchsten Stand seit 2018 erlebt und konnte sich zuletzt bei 1,1746 Dollar beweisen. Die Europäische Zentralbank hat den Referenzkurs dann auf 1,1725 Dollar festgelegt. An seinem neuesten Höchststand erreichte der Euro einen Kurs von 1,1806 Dollar. Da die Fed ihre Geldpolitik allerdings nicht lockert, ist der Dollar wieder etwas stärker geworden.

Während in den USA ein Einsturz des Wirtschaftswachstums bevorsteht, droht in Argentinien eine neue Staatspleite. Das Land hofft auf Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF), um sich unabhängig von den Verhandlungen mit seinen Gläubigern abzusichern. Das Angebot der Gläubiger auf 65 Milliarden Euro zu verzichten, hat die argentinische Regierung abgelehnt. Wenn es nun doch zu einem Staatsbankrott kommen sollte, wäre dies schon der neunte des Landes. Die Inflationsrate in Argentinien liegt derzeit bei 50 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes soll Experten zufolge um zwölf Prozent zurückgehen. Nun gilt es einen Ausweg aus einem Schuldenberg von 323 Milliarden Dollar zu finden.


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