Die Märkte im zweiten Halbjahr 2020

Published on: 02-Jul-2020
Category: Trading
Last updated: 02-Jul-2020

Die Märkte im zweiten Halbjahr 2020

Die Richtung der Börsen ist derzeit schwer vorherzusagen. Nach der schlimmsten Rezession seit 90 Jahren, wirken die Finanzmärkte wieder gefestigt und lassen die Krise vermeintlich hinter sich. Noch vor einigen Monaten ist der US-Leitindex Dow Jones innerhalb eines Monats um 40 Prozent gesunken und für den Kauf eines Barrels Öl konnte man noch Geld dazu verlangen. All die heftigen Reaktionen und Auswirkungen der Corona-Krise scheinen lange her zu sein. An der Tech-Börse Nasdaq wurde sogar ein neues Rekordhoch erreicht.

Gestützt wird die schnell eingetretene Erholungsphase von den Staaten und Notenbanken. Milliardenschwere Anleihenkäufe und Konjunkturhilfen sorgten für teils euphorische Stimmung an den Börsen, die von der Realwirtschaft weit entfernt war. Die Aktienmärkte haben dabei weit in die Zukunft geblickt und ihre Hoffnung in eine schnelle Erholung gesteckt. Fraglich ist jedoch, inwieweit die Kurse auch dann noch steigen, wenn die Krise tatsächlich und endgültig vorüber ist.

Während man an der Börse, ausgehend von den Kursen, von einer V-förmigen Erholung spricht, sehen Marktanalysten und Experten eher einen U-förmigen Verlauf der Krise. Anleger gehen demnach nach dem schnellen Absturz der Wirtschaft von einer baldigen Erholung dessen aus. Der U-förmige Verlauf geht von einer Stabilisierung bzw. Stagnation nach dem Einbruch der Kurse aus und vermutet einen späteren Kursanstieg. Die Entwicklung der Krise hängt derzeit maßgeblich von einer ungewissen zweiten Welle der Virusinfektionen ab.

Doch nicht nur das Coronavirus beeinflusst die Märkte in der zweiten Hälfte des Jahres. Im Mittelpunkt stehen allerdings weiterhin die Vereinigten Staaten. In Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im November wird sich der Blick erneut auf die Beziehung zwischen den USA und China richten, aber auch auf die Reaktionen des demokratischen Kandidaten Joe Biden. Experten gehen nicht von einer erneuten Eskalation des Handelskriegs der beiden größten Volkswirtschaften der Welt aus. Jedoch kann Donald Trump den alten Konflikt in seinem Wahlkampf wieder zur Stimmungsmache ausnutzen. An der Wall Street wird Trump als wirtschaftsnaher Präsident, der Steuerreformen auf den Weg gebracht hat, dem moderaten Biden vorgezogen.


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