Die Auswirkungen der Ölpreis-Talfahrt

Published on: 23-Apr-2020
Category: Trading
Last updated: 23-Apr-2020

Die Auswirkungen der Ölpreis-Talfahrt

Der Ölmarkt ist Anfang der Woche durch negative Preise in Chaos geraten. Die amerikanische Leichtölsorte WTI kostete pro Barrel fast minus 40 Dollar. Nun zeigen sich die Auswirkungen des historischen Preisverfalls auf den Märkten. Der Preis für die Sorte WTI hat sich mittlerweile wieder auf 15 Dollar erholt. Doch auch die Nordseeölsorte Brent hat einen historisch tiefen Kurs erreicht, den es zuletzt 1999 gab. Er fiel auf unter 16 Dollar, konnte sich aber ebenfalls wieder erholen und notiert bei 22 Dollar.

Grund für die außergewöhnlich tiefen Preise ist der momentane Überschuss von Öl und der Handel über Terminmärkte. Die Lager sind prall gefüllt und niemand will mehr Öl kaufen. Wenn Anleger aus spekulativen Gründen Öl gekauft haben, müssen sie es auch bis Ende April wieder verkaufen, sonst müssten sie es physisch im Juni abnehmen. Dadurch hat der angeschlagene Ölpreis den letzten Schlag bekommen und ist schließlich sogar ins Minus gerutscht.

Verbrauchern kommt die jetzige Situation auf dem Ölmarkt zugute. Die Benzinpreise fallen noch weiter als sowieso schon seit der Corona-Krise.

Dass der Preis für das amerikanische Schieferöl wieder steigt, liegt unter anderem auch an Donald Trump. Aufgrund eines Zwischenfalls auf dem offenen Meer, hat Trump getwittert, dass die US-Marine iranische Schiffe zerstören wird, wenn sie sich den amerikanischen in den Weg stellen würden. Diese Drohung verhalf dem WTI-Preis aus seinem Abwärtsstrudel heraus. Doch die Talfahrt ist noch nicht überstanden. Auch der Kurs der Sorte Brent kann sich der Null-Dollar-Marke nähern. Wenn die Corona-Krise weiter anhält und die Lagerkapazitäten immer knapper werden, wird der Überschuss immer größer und der Preis fällt.


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