Aktien, Rohstoffe und Trump während der Krise

Published on: 10-Jul-2020
Category: Trading
Last updated: 10-Jul-2020

Aktien, Rohstoffe und Trump während der Krise

Auf den Märkten herrscht weiterhin Nervosität und Unsicherheit vor dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. In den USA kommen an einem Tag bis zu 60000 Neuinfektionen hinzu, so viel wie in keinem anderen Land der Welt. Das Land scheint dem Virus ausgeliefert zu sein, denn von Seiten der Regierung kommt wenig Hilfe beim Kampf gegen die Ausbreitung der Pandemie. Präsident Donald Trump will in seinem Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November keine neuen Lockdowns oder Beschränkungen in der Wirtschaft ausrufen.

An der Wall Street zeigt sich die Stimmung der Anleger über die Entwicklung des Landes. Ein unbeständiger Verlauf mit einem aktuellen Abwärtstrend, der von den Rekordzahlen der Neuinfektionen herrührt, wird an den großen Indizes aus New York deutlich. Der Leitindex Dow Jones hat den Handel am gestrigen Tag mit einem Minus von 1,39 Prozent beendet und auch der breit gestreute S&P 500 hat um 0,56 Prozent nachgegeben. Wie auch in den vergangenen Wochen konnte sich der Tech-Index Nasdaq Composite beweisen und liegt derzeit mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 10548 Punkten. Am Donnerstag hat der Nasdaq 100, der die 100 wichtigsten Werte des gesamten Nasdaq-Indexes abbildet, ein Rekordhoch von 10785 Punkten erreicht. Die Tech-Werte gelten jetzt während der Pandemie als sicherer Hafen für Anleger. Durch Ausgangsbeschränkungen hat sich das Leben vieler Menschen privat wie auch beruflich ins Internet verlagert. Die Kurse von Apple, Microsoft und Amazon haben dementsprechend viel Zuwachs erfahren.

Doch nicht nur die Tech-Aktien konnten sich in der Krise beweisen, sondern auch das Edelmetall Gold konnte während der Pandemie wieder mal glänzen. Am Mittwoch kostete eine Feinunze Gold erstmals seit neun Jahren wieder mehr als 1800 Dollar. Im September 2011 lag der Kurs bei 1971 Dollar je Feinunze. In Krisen oder Rezessionen gilt Gold ebenfalls als sicherer Hafen und erfährt in diesen Zeiten immer wieder Hochphasen. Seit Beginn des Jahres ist der Goldpreis um 37 Prozent gestiegen. Fonds, die in Gold investieren, haben im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 734 Tonnen Gold erworben und damit sind die Zuflüsse aus dem Krisenjahr 2009 schon jetzt übertroffen worden.

Wenn der Goldpreis in der Krise steigt, sinkt dafür meistens der Preis eines anderen Rohstoffes: Öl. Beim schwarzen Gold führt die Angst vor neuen Beschränkungen, die damit einhergehenden Produktionsausfälle und schließlich sinkende Nachfrage zu einem niedrigen Preis. Zum Mittag fiel der Preis des amerikanischen Leichtöls WTI um 2,3 Prozent auf 39,73 Dollar je Barrel. Der Kurs der Nordseesorte Brent hat ebenfalls 2,1 Prozent nachgegeben und verzeichnete einen Preis von 41,46 Dollar.


Author:

Author  

Trading Deals





More interesting posts